Ausgangspunkt der folgenden Überlegungen ist die Beobachtung, dass viele Japaner in religiösen Institutionen oder bei religiösen Spezialisten Hilfe für die Bewältigung alltäglicher Lebenssituationen suchen. Auch in buddhistischen Tempeln oder in Publikationen buddhistischer Autoren wird den Gläubigen eine breite Palette von Schicksalserklärungen und daraus abgeleiteten Vorschlägen zur Lebensgestaltung geboten. Diese Hilfe zur Lebensbewältigung ist der Gegenstand des Aufsatzes. Konkret wird nach Modellen der Schicksalsdeutung gefragt sowie nach dem 'Instrumentarium', mit dem im heutigen Buddhismus versucht wird, Schicksal positiv zu beeinflussen. Als Beispiele werden zwei Karma-Deutungen zeitgenössischer buddhistischer Autoren vorgestellt sowie das religiöse Leben an Tempeln und in den Familien im Hinblick darauf untersucht, welche Formen der Schicksalsbeeinflussung hier zu beobachten sind.
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