Olaf Briese, "Steinkreis, Mauer, Stacheldraht. Stationen Berliner Sepulkralarchitektur", in: ZfR 13, 2005, 1-20.

Christlich-mittelalterliche Bestattungsplätze - so das zählebige, theoretisch einflussreiche Amalgam aus Ethnologie und Volkskunde älterer Provenienz - dienten nicht zuletzt einer sog. Totenbannung, und Umwallungen bzw. Ummauerungen besiegelten sie. Dieser Aufsatz zeigt - einschließlich historischer Rückblicke und Vergleiche - am Beispiel Berlins, dass tatsächliche Ummauerungen ein sehr spätes, in der Regel neuzeitliches Phänomen sind. Hauptsächlich aus kulturtheoretischer Perspektive lassen sich Aufschlüsse über den Status von Bestattungsplätzen gewinnen, und die Frage nach ihren religiösen Implikationen wird dadurch in einen anderen Rahmen gestellt.

 

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