Gesellschaftlich und allem Anschein nach auch unter Christen weitgehend unbestimmbar und unverbindlich geworden, hat die Deutung des 'Transzendenten' sich pluralisiert und ihre traditionale und institutionelle Verankerung weitgehend verloren. Der Ausdruck "Spiritualität" hat "Frömmigkeit" und schließlich auch "Religiosität" abgelöst und steht immer weniger für eine spezifisch christliche Glaubenshaltung, zumal es immer weniger der personale christliche Gott ist, der als Quelle des Lebensgeheimnisses geglaubt wird. Vorgeschlagen wird eine Definition mit einem gemeinsamen Nenner des Inhalts dessen, was im gesellschaftlichen Kommunikationshaushalt so alles unter der Bezeichnung Spiritualität zirkuliert; plausibilisiert wird seine gesellschaftliche Kontextualisierung und differenziert werden entlang einer Typologie einige Ausprägungen der mit diesem Begriff verbundenen Sozialformen.
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