Griechischer Dualismus basiert (mit Ausnahme solch dialektischer Denker wie Empedokles oder Heraklit) auf der Vorstellung einer »abgestuften« ontologischen Wertigkeit der verschiedenen Klassen von Wesenheiten, die sich im Universum befinden: Jene, die mehr oder weniger göttlich und jene, die mehr oder weniger menschlich sind. Die Existenz dieser Abstufung ist in einem Universum, das nach Platon ("Timaios") vollkommen sein soll, eine Notwendigkeit, d. h. es vollendet in sich selbst die beiden Reiche: das der Ideen und das der Materie. Andererseits entbehrt diese Abstufung icht der ethischen Begründung, die sich selbst durch die verschiedenen "Strafen" der verkörperten Seelen offenbart. Daher ist es notwendig, zwischen einem Übel, das man sich als einen ontologischen defectus boni vorstellt, und einem ethischen Übel, das man sich sozusagen als defectus boni »debeti« vorstellt, zu unterscheiden.
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