Die Vorstellungen über fremde Religionen sind weitgehend unerforscht. Die zahlreichen Studien über Vorurteile haben ihren Gegenstand nicht in den Religionen als kulturellen Gebilden, sondern in Personen, die bestimmten Religionen angehören. Die in Tübingen 1992 und 1993 durchgeführte Untersuchung versucht, diese Lücke vergleichend zu schließen. Sie geht methodisch davon aus, daß in den Köpfen Vorstellungen über Religionen existieren; Bilder, die durch Medien erzeugt werden. Diese Bilder sind weitgehend abhängig von Erfahrung und weisen einen hohen Grad innerer Konsistenz auf. Die Ergebnisse zeigen, daß ein eher negatives Bild vom islam und ein eher positives vom Buddhismus vorherrscht.
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