In diesem Aufsatz wird eine schwerpunktorientierte Einführung in eine der Neuen Religionen Japans gegeben, die den Komplex ritueller Heilung in den Mittelpunkt stellt. Dabei soll neben dem Schließen einer Forschungslücke auch dem Anspruch der Gläubigen Genüge getan werden, daß Heilungserfahrungen der zentrale Aspekt ihrer Religiosität sind und die Wahrheit ihres Glaubens belegen.
Dazu sollen, nach einer Darstellung Mahikaris als Organisation und Lehrsystem, sowohl der Ritualablauf beschrieben als auch die Implikationen von Geister-Besessenheit und ein biographisches Heilungsbeispiel angeführt werden. Ferner werden die Interpretationsmuster zur Sprache kommen, die Mahikari an auftretende (und auch ausbleibende) Heilungserfahrungen anlegt, und schließlich will ich einen Rückblick auf religionsgeschichtliche Vorgänger geben, die sich für Mahikaris Heilungsritual ausmachen lassen.
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