Fritz Heinrich: "Das Religionswissenschaftliche Institut der Ernst Moritz Arndt-Universität Greifswald 1944-1945. Ein Beitrag zur Geschichte der Religionswissenschaft im Dritten Reich", in: ZfR 5, 1997, 203-230.

Für die Wissenschaftsgeschichte der Religionswissenschaft sind die Hintergründe dieser Institutsgründung insofern bedeutsam, als sie beispielhaft zeigen, wie diese noch junge, methodisch noch nicht klar abgegrenzte Disziplin benutzt wurde, um die unterschiedlichsten Interessen durchzusetzen. Die theologischen Ziele eines Wilhelm Koepp mit ihren kirchen- und universitätspolitischen Konsequenzen, die persönlichen und fachlichen Ambitionen eines Åke Ohlmarks und nicht zuletzt die hochschulpolitischen Maßnahmen der Reichsregierung benutzen die Religionswissenschaft, um ihre jeweiligen Anliegen zu verwirklichen. Dabei wird suggeriert, es handle sich jeweils um das Interesse an der wissenschaftlichen Behandlung von Religion. Methode, Charakter und Selbstverständnis der religionswissenschaftlichen Arbeit sind allerdings, entsprechend ihrer Zielsetzung, recht unterschiedlich.

 

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