Der Aufsatz legt den Schwerpunkt auf die Subjektivierung der Religion, das heißt die zunehmende Verlagerung der religiösen Themen in das Subjekt und damit die zunehmende Relevanz des Selbst und seiner subjektiven Erfahrungen. Wie anhand einiger empirischer Evidenzen gezeigt wird, wird Religion für einen größer werdenden Teil der Gesellschaft zu etwas, das sich in der jeweils eigenen, subjektiven Erfahrung bewähren muß. Die zunehmende Subjektivierung wirft auch die konzeptionelle Frage auf, wie eine Religiosität erfaßt werden kann, die ihren Ort in der subjektiven Erfahrung hat, die also eine 'unsichtbare' Religion ist. Zur Beantwortung dieser Frage wird die Theorie der unsichtbaren Religion so reformuliert, daß sowohl ihre anthropologische Grundlegung als auch die kommunikative Wende der phänomenologisch orientierten Soziologie berücksichtigt wird. Abschließend soll gezeigt werden, daß die Subjektivierung in einem engen Zusammenhang mit der Ausbildung religiöser Märkte und der für sie grundlegenden Kommunikationsprozesse steht.
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