Dieser Aufsatz will hinsichtlich der Mythos-Problematik dreierlei zeigen: Zunächst den Einfall der Durkheim-Schule in Frankreich, Mythen als soziale Phänomene zu verstehen, die alltägliche Lebensformen zu strukturieren in der Lage sind; zum anderen, wie - ungefähr zeitgleich - aus der Perspektive deutscher Philosophie in der Kant-Tradition bei Ernst Cassirer der Mythos tatsächlich als rational zu verstehendes Basiselement von Intersubjektivität zu begreifen wäre; und schließlich werden produktive Differenzen beider Denkansätze verdeutlicht, an denen wir im heutigen anknüpfen könnten, dem 'Rätsel der Gesellschaft' weiter nachzusinnen.
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