Die ZfR. Zeitschrift für Religionswissenschaft wurde 1993 begründet. Schon lange gab es Überlegungen, eine deutschsprachige Zeitschrift zu etablieren, die ein eigenständiges Publikationsmedium der Religionswissenschaft ist. Dabei war selbstverständlich, dass die Deutsche Vereinigung für Religionsgeschichte (DVRG, heute: DVRW) als akademische Fachvereinigung die Herausgeberschaft übernimmt. Von ihr wurde ein fünfköpfiger Herausgeberkreis beauftragt. Die Mitglieder dieses Kreises decken relevante Themenbereiche der Religionswissenschaft ab. Damit war ein weiterer Grundstein für die Qualität und die thematische Breite in der ZfR gelegt, in der sowohl religionsgeschichtliche als auch religionssystematische Themen behandelt werden.
Um Kontinuität und Wandel zugleich sicherzustellen, gab es in den vergangenen Jahren unter Beachtung der einzelnen Spezialisierungen einen beständigen Wechsel im Herausgebergremium. Ab dem Jahr 1998 wurden in unregelmäßiger Folge Themenausgaben herausgegeben. Seit 2003 erhalten alle Mitglieder der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft die ZfR kostenlos im Rahmen ihrer Mitgliedschaft. Mit der zweiten Ausgabe des Jahrgangs 2004 schließlich wurde ein Rezensionsteil in die ZfR aufgenommen.
Seit ihrem ersten Erscheinen hat sich die ZfR einen Platz unter den anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften erarbeitet. Das belegen häufige Zitationen von Beiträgen in anderen Publikationen sowie eine Auflagenzahl, die gegen den allgemeinen Trend auch in Jahren knapper Hochschulfinanzierung nicht zurückgegangen ist.
Manuskripte nimmt die jeweilige Schriftleitung entgegen. Sie sollten in mehrfacher Ausfertigung eingereicht werden, da jedes Manuskript von den Herausgebern begutachtet wird. Erst danach erfolgt die Entscheidung, ob ein Beitrag in der ZfR erscheint.
Für die Manuskriptgestaltung haben die Herausgeber und der Verlag ein Stylesheet erarbeitet, das spätestens mit der Annahme eines Beitrags von den Autorinnen und Autoren zu beachten ist. Damit soll das einheitliche Erscheinungsbild der ZfR gewährleistet werden, was auf diese Weise den qualitativen Anspruch der Zeitschrift unterstützt.
Der Beitrag wird sowohl von der Schriftleitung als auch im Verlag Korrektur gelesen. Bis auf berechtigte Ausnahmen erscheinen alle Beiträge in neuer Rechtschreibung.
Pro Jahrgang erscheinen zwei Ausgaben der ZfR. Der Gesamtumfang liegt bei 200 bis 250 Seiten. Schon seit längerem ist die ZfR in ihrem Erscheinen im Verzug. Herausgebern und Verlag ist ein qualitativ hochwertiges Heft wichtiger als das monatsgenaue Erscheinen. Gleichwohl bemühen sich alle Beteiligten, die Erscheinungsweise dem vorgesehenen Rhythmus (Frühjahr, Herbst) wieder anzugleichen. Zurzeit (Sommer 2006) liegt die Verzögerung bei ca. vier Monaten.
Die Preise der ZfR sind knapp kalkuliert. Der diagonal-Verlag möchte auch nicht die aus seiner Sicht ungerechte und zugleich preistreiberische Praxis unterstützen, nach der Institutionen einen höheren Preis bezahlen als Einzelpersonen. Angesichts leerer Etats der Bibliotheken halten wir diese Praxis für unverantwortlich. Eine Ermäßigung gewähren wir Studierenden.
Die Rechnungsstellung erfolgt für alle Bezieherinnen und Bezieher nach Kalenderjahren für den jeweiligen Jahrgang. Das bedeutet, dass seit einigen Jahren mit dem zweiten Heft eines Jahrgangs, das im Frühjahr oder zu Anfang des folgenden Kalenderjahres erschienen ist / erscheint, bereits die Jahresrechnung für den Folgejahrgang versendet wird. Dies hat eine wesentliche Ursache darin, dass institutionelle Bezieher im Frühjahr eines Jahres eine Jahresrechnung benötigen, und zwar unabhängig vom Erscheinen. Es wäre zu aufwändig, die Rechnungsstellung nach Beziehergruppen zu organisieren, so dass wir alle Privatkunden für diese Praxis um Verständnis bitten.
Der diagonal-Verlag achtet auf eine dauerhafte Lieferbarkeit auch älterer Ausgaben der ZfR. Deshalb sind bis heute alle Ausgaben seit 1993 noch erhältlich. Einzelausgaben und komplette Jahrgänge werden zum jeweiligen Preis des Erscheinens abgegeben. Für mehrere komplette Jahrgänge fragen Sie bitte beim Verlag nach besonderen Angeboten.
Der diagonal-Verlag wurde 1988 von Thomas Schweer, Steffen Rink und Martin Wolf gegründet. Ziel war, einen Verlag aufzubauen, der seinen Schwerpunkt im Bereich der Religionswissenschaft hat.
Heute hat der Verlag rund 80 lieferbare Titel im Programm, und der Schwerpunkt ist trotz einiger Weiterungen im Bereich der Religionswissenschaft geblieben. Die heutigen Inhaber, Thomas Schweer und Steffen Rink, sind selbst Religionswissenschaftler und damit den Anliegen der akademischen Disziplin für eine konfessionell unabhängige Erforschung von Religionen in Vergangeneheit und Gegenwart, mit der die Erkenntnis über das Handeln von Menschen verbessert wird, verbunden. Ihre Ausbildung schlägt sich auch in der sorgfältigen Bearbeitung von Manuskripten nieder, nicht nur bei der ZfR. Gegenüber vielen Verlagen, deren Stärke in der billigen und schnellen Produktion von Büchern liegt, setzt der diagonal-Verlag Marburg ein fachliches Lektorat und eine sorgfältige Betreuung der Projekte.
ISSN 0943-8610 | Die ZfR erscheint im diagonal-Verlag Marburg